Qualitäts-Standards

Enorm, was so alles genormt wird

Normen sind Empfehlungen

Die anerkannten Regeln der Technik.

Der geregelte Alltag wurde am 22. Dezember 1917 ins Leben gerufen. An diesem Tag gründete sich in Berlin das Deutsche Institut für Normung (DIN), damals allerdings noch unter dem Namen Normenausschuss der deutschen Industrie (NADI). Die erste DIN-Norm (DIN 1) galt den Kegelstiften und schon bald folgten Normen, die heute jedes Kind kennt: die Papierformate DIN A 4 und DIN A 5.

Heute existieren laut DIN rund 30.000 DIN-Normen. Scheinbar nichts, was nicht seine eigene Norm besitzt. Vom Wecker (DIN 8325-2) über Schnuller (DIN EN 1400-1) und Teddybären (DIN EN 71-1) bis zur Toilette (DIN EN 38). Ja, selbst der Begriff Norm besitzt eine eigene Norm (DIN EN 45020). 

Normen entstehen im Konsens der Experten durch Ausschüsse bei DIN, bei den europäischen Normungsorganisationen CEN/CENELEC oder bei den internationalen Normungsorganisationen ISO/IEC. Dabei werden sie nach festgelegten Grundsätzen, Verfahrens- und Gestaltungsregeln erarbeitet. Fachleute klopfen den aktuellen Stand der Technik ab und verständigen sich dann auf eine gemeinsame Version der Inhalte. Diese sollen die Interessen aller berücksichtigen. 

DIN-Normen werden spätestens alle fünf Jahre auf Aktualität überprüft. Jeder kann übrigens die Erstellung einer Norm beantragen. Was viele auch nicht wissen. Das DIN ist keine Behörde, sondern ein eingetragener Verein. Auch sind Normen keine Gebote, sondern Empfehlungen. Das heißt: Es bleibt jedem überlassen, ob er DIN-Normen anwendet oder nicht. Es sei denn sie werden gesetzlich vorgeschrieben oder sind Teil eines Vertrages. Trotz Freiwilligkeit, ist man gut beraten, den DIN-Normen zu folgen. Denn sie gelten als anerkannte Regeln der Technik. Wer sie missachtet, setzt sich dem Verdacht aus, nicht zeit- oder ordnungsgemäß zu handeln.

Was in Deutschland die DIN sind auf internationaler Ebene beispielsweise ISO-Normen oder die europäischen Normen EN. Die EN-Normen bringen die auferlegten Anforderungen der europäischen Gemeinschaft zum Ausdruck. Wer sie erfüllt, hat innerhalb der EU quasi freie Bahn. Daher werden sie auch gerne als Reisepass für ein Produkt bezeichnet.

Wie D+H für verlässliche Standards sorgt.

Wie viele Normen es weltweit gibt, kann nur gemutmaßt werden, aber es dürften mehrere hunderttausend sein. Einige davon beziehen sich auch auf natürliche Rauch- und Wärmeabzüge (NRWG). Etwa die neue DIN 18232-9. Sie legt Mindestanforderungen fest für so wesentliche Merkmale wie die Wärmebeständigkeit, Funktionssicherheit oder Wind- und Schneelasten. Durch diese Regelung wird ein Qualitätsniveau für Deutschland definiert. Weil das der Philosophie eines Premiumanbieters entspricht, macht sich D+H selbst stark für die nötigen Normierungen.

So leistet Maik Schmees als stellvertretender Obmann des Arbeitsausschusses Rauch- und Wärmefreihaltung wichtige Normungsarbeit. Der technische Leiter von D+H  vertritt zudem als Delegationsleiter Deutschland die nationalen Interessen auf internationaler Gremiumsebene.

Sein erklärtes Ziel ist es: Das maßgeblich durch D+H definierte deutsche Qualitätsniveau soll auch in die europäischen und weltweiten Normen gebracht werden. Denn hier driften die Vorstellungen teils noch auseinander. Die neue DIN 18232-9 ist dafür ein gutes Beispiel:

Bis 2003 regelte eine deutsche Prüfnorm die Mindestwerte von NRWG. Dann wurde diese durch die europäische Prüfnorm DIN EN 12101-2 ersetzt – und die Mindestwerte fielen weg. So wurde durch die einheitlichen Richtlinien zwar eine Vergleichbarkeit geschaffen, doch auch der Qualitätsaspekt vernachlässigt. Eine an sich sinnvolle Maßnahme offenbarte große Schwächen. Denn statt aller wesentlichen Merkmale mussten Hersteller nur noch eines prüfen lassen. Für die Qualitätsansprüche von D+H ein nicht akzeptabler Zustand, der korrigiert werden musste. Maik Schmees reichte einen Normungsantrag ein, der im Frühjahr 2014 einstimmig angenommen wurde.

Im September 2015 gab das DIN NABau die Norm zur Umfrage frei. Es gab so gut wie keine Einsprüche, ehe sie im März 2016 endgültig vom Normenausschuss Bauwesen freigegeben wurde. Dank der Arbeit von Maik Schmees von D+H gibt es so wieder Mindestwerte für NRWG in Deutschland – und damit auch Planungs- und Ausführungssicherheit, Qualität sowie Transparenz.

  • Regulierung

    Die anerkannten Regeln der Technik.

    Der geregelte Alltag wurde am 22. Dezember 1917 ins Leben gerufen. An diesem Tag gründete sich in Berlin das Deutsche Institut für Normung (DIN), damals allerdings noch unter dem Namen Normenausschuss der deutschen Industrie (NADI). Die erste DIN-Norm (DIN 1) galt den Kegelstiften und schon bald folgten Normen, die heute jedes Kind kennt: die Papierformate DIN A 4 und DIN A 5.

    Heute existieren laut DIN rund 30.000 DIN-Normen. Scheinbar nichts, was nicht seine eigene Norm besitzt. Vom Wecker (DIN 8325-2) über Schnuller (DIN EN 1400-1) und Teddybären (DIN EN 71-1) bis zur Toilette (DIN EN 38). Ja, selbst der Begriff Norm besitzt eine eigene Norm (DIN EN 45020). 

    Normen entstehen im Konsens der Experten durch Ausschüsse bei DIN, bei den europäischen Normungsorganisationen CEN/CENELEC oder bei den internationalen Normungsorganisationen ISO/IEC. Dabei werden sie nach festgelegten Grundsätzen, Verfahrens- und Gestaltungsregeln erarbeitet. Fachleute klopfen den aktuellen Stand der Technik ab und verständigen sich dann auf eine gemeinsame Version der Inhalte. Diese sollen die Interessen aller berücksichtigen. 

    DIN-Normen werden spätestens alle fünf Jahre auf Aktualität überprüft. Jeder kann übrigens die Erstellung einer Norm beantragen. Was viele auch nicht wissen. Das DIN ist keine Behörde, sondern ein eingetragener Verein. Auch sind Normen keine Gebote, sondern Empfehlungen. Das heißt: Es bleibt jedem überlassen, ob er DIN-Normen anwendet oder nicht. Es sei denn sie werden gesetzlich vorgeschrieben oder sind Teil eines Vertrages. Trotz Freiwilligkeit, ist man gut beraten, den DIN-Normen zu folgen. Denn sie gelten als anerkannte Regeln der Technik. Wer sie missachtet, setzt sich dem Verdacht aus, nicht zeit- oder ordnungsgemäß zu handeln.

    Was in Deutschland die DIN sind auf internationaler Ebene beispielsweise ISO-Normen oder die europäischen Normen EN. Die EN-Normen bringen die auferlegten Anforderungen der europäischen Gemeinschaft zum Ausdruck. Wer sie erfüllt, hat innerhalb der EU quasi freie Bahn. Daher werden sie auch gerne als Reisepass für ein Produkt bezeichnet.

  • Normierung

    Wie D+H für verlässliche Standards sorgt.

    Wie viele Normen es weltweit gibt, kann nur gemutmaßt werden, aber es dürften mehrere hunderttausend sein. Einige davon beziehen sich auch auf natürliche Rauch- und Wärmeabzüge (NRWG). Etwa die neue DIN 18232-9. Sie legt Mindestanforderungen fest für so wesentliche Merkmale wie die Wärmebeständigkeit, Funktionssicherheit oder Wind- und Schneelasten. Durch diese Regelung wird ein Qualitätsniveau für Deutschland definiert. Weil das der Philosophie eines Premiumanbieters entspricht, macht sich D+H selbst stark für die nötigen Normierungen.

    So leistet Maik Schmees als stellvertretender Obmann des Arbeitsausschusses Rauch- und Wärmefreihaltung wichtige Normungsarbeit. Der technische Leiter von D+H  vertritt zudem als Delegationsleiter Deutschland die nationalen Interessen auf internationaler Gremiumsebene.

    Sein erklärtes Ziel ist es: Das maßgeblich durch D+H definierte deutsche Qualitätsniveau soll auch in die europäischen und weltweiten Normen gebracht werden. Denn hier driften die Vorstellungen teils noch auseinander. Die neue DIN 18232-9 ist dafür ein gutes Beispiel:

    Bis 2003 regelte eine deutsche Prüfnorm die Mindestwerte von NRWG. Dann wurde diese durch die europäische Prüfnorm DIN EN 12101-2 ersetzt – und die Mindestwerte fielen weg. So wurde durch die einheitlichen Richtlinien zwar eine Vergleichbarkeit geschaffen, doch auch der Qualitätsaspekt vernachlässigt. Eine an sich sinnvolle Maßnahme offenbarte große Schwächen. Denn statt aller wesentlichen Merkmale mussten Hersteller nur noch eines prüfen lassen. Für die Qualitätsansprüche von D+H ein nicht akzeptabler Zustand, der korrigiert werden musste. Maik Schmees reichte einen Normungsantrag ein, der im Frühjahr 2014 einstimmig angenommen wurde.

    Im September 2015 gab das DIN NABau die Norm zur Umfrage frei. Es gab so gut wie keine Einsprüche, ehe sie im März 2016 endgültig vom Normenausschuss Bauwesen freigegeben wurde. Dank der Arbeit von Maik Schmees von D+H gibt es so wieder Mindestwerte für NRWG in Deutschland – und damit auch Planungs- und Ausführungssicherheit, Qualität sowie Transparenz.

Qualitätsmanagement

Wenn jeder Augenblick der Qualität gilt

Hier ist jedes Einzelteil ein Testsieger.

Fehler sind menschlich. Das weiß man auch bei D+H. Doch sich deswegen nur auf Maschinen zu verlassen, käme hier nicht in Frage. Nicht nur, weil man das Menschliche in diesem Unternehmen sehr schätzt, sondern auch, weil man die Mitarbeiter schlicht nicht ersetzen kann. Beispiel Elektronikfertigung. Dieser Produktionsprozess gehört zu den sehr sensiblen Bereichen und unterliegt daher vielfältigen Prüfungen. Diese beginnen bei der SMD-Bestückung. Dort wird jedes Bauteil auf der Leiterplatte zu 100 Prozent mit einer hochauflösenden Kamera geprüft. Die sogenannte Automatisch Optische Inspektion (AOI) stellt sicher, dass etwaige Fehler wie mangelnde oder falsche Bauteile bereits früh im Produktionsprozess festgestellt werden. Danach ist jedoch der geschulte Blick erfahrener Arbeitskräfte gefragt. Bei der manuellen THD-Fertigung werden die Lötstellen einem visuellen Test unterzogen. Doch warum setzt D+H hier auf eine Sichtprüfung?

Weil das menschliche Auge hier zuverlässiger ist als die Maschine. Denn Maschinen besitzen keine Intuition. Damit sie entsprechende Fehler wahrnehmen, müsste man sie so scharf einstellen, dass sie auch viele bedeutungslose Merkmale monieren würden. Mit anderen Worten, es käme zu sogenannten Pseudofehlern. Nach dem strengen Blick der Experten folgen weitere Prüfschritte. In der Zwischenprüfung geht es darum, Baugruppen auf ihre Funktionsweisen zu testen. Haben sie diesen Test bestanden, führt sie ihr Weg schließlich in die Endmontage. Aber auch dort warten 100-Prozent-Prüfungen. Dabei werden die mechanischen Parameter wie Kraft und Hub ebenso abgeklopft wie sämtliche elektronische Messgrößen, etwa die Geschwindigkeit. Jedes Produkt von D+H muss, wenn es das Haus verlässt, in Sicherheit und Funktion absolut überzeugen. Zwischen Wareneingang und Endfertigung wird jedes Fertigungsteil also mindestens vier Mal geprüft. Die Messlatte liegt bei der Qualität sehr hoch. So hoch, dass man nur den eigenen Ansprüchen vertraut – und die entsprechenden Prüfgeräte gleich selbst anfertigt. Der Lohn sind Produkte, die bei Kunden mittlerweile 25 bis 30 Jahre im Dauereinsatz sind.

Qualitätssiegel

Erst billig abgestempelt, dann ausgemacht wertvoll 

Vom Erfolgslabel „Made in Germany“.

Mit Messerhersteller aus dem englischen Sheffield fing alles an. Als sie die zunehmenden deutschen Kopien auf dem britischen Markt beklagten, erließ die britische Regierung am 23. August 1887 ein Handelsmarkengesetz. Dieser „Merchandise Marks Act“ sollte der deutschen Konkurrenz Einhalt gebieten. Seit diesem Tag mussten deutsche Produkte mit der Kennzeichnung „Made in Germany“ versehen werden. Zölle auf deutsche Waren hätten Großbritannien selbst geschadet, so entschloss man sich mit dem Schriftzug „Made in Germany“ vor billigen Plagiaten aus Deutschland zu warnen.

Ein Schuss, der gewaltig nach hinten losging. Denn aus dem Stigma wurde rasch ein Prädikat. Bis Ende des 19. Jahrhundert holten die deutschen Produzenten derart bei der Qualität ihrer Waren auf, dass aus der Warnung vor schlechter Qualität ein Hinweis auf gute Qualität wurde. Und daran hat sich bis heute nichts geändert – trotz Globalisierung. Das Label „Made in the EU“ konnte sich, nicht zuletzt wegen des Protests aus Deutschland, nicht durchsetzen.

Da die meisten Produkte längst nicht mehr ausschließlich in Deutschland gefertigt werden, ist jedoch unklar, was genau unter „Made in Germany“ zu verstehen ist. Hier gehen die Expertenmeinungen auseinander. Die einen sehen die Auszeichnung erfüllt, wenn Einzelteile aus der ganzen Welt in Deutschland zusammengebaut werden. Andere glauben, dass mindestens 51 Prozent der verwendeten Teile aus Deutschland stammen müssen. Eine dritte Theorie sagt aus, dass mindestens 45 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland erbracht werden müssen.

Wie auch immer: „Made in Germany“ ist ein Gütesiegel. Laut Umfragen sehen Verbraucher in ihm ein Zeichen für hochwertige Verarbeitung, Zuverlässigkeit, herausragende Qualität – und für Innovation. Letzteres bestätigen 100.000 innerdeutsche und über 15.000 internationale Patentenanmeldungen pro Jahr. Wie viel „Made in Germany“ denn tatsächlich wert ist? Auch das haben Wirtschaftsforscher festgestellt. Demnach hatte das Gütesiegel 2013 einen Wert von 3,836 Milliarden Euro.

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